Myanmar durchlebt derzeit eine sehr schwierige, gefährliche und brutale Zeit.

Es gibt aber auch kleine positive Ereignisse zu unserem Schul- und Wohnheim in Madu, dies liegt ca. 6 Autostunden von Mindat entfernt im Nordwesten des Chin Staates, abgelegen im Dschungel.

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Nach dem Spatenstich im Mai 2020 gab es in der Zwischenzeit viele Unterbrüche aufgrund Corona, dem damit verbundenen Lockdown sowie den Parlamentswahlen. Nach der Regenzeit und trotz Corona konnten im vergangen Dezember in Madu die Bauarbeiten für unser Schul- und Wohngebäude wieder aufgenommen werden. Einzelne Materialien fehlten und die Arbeiter kamen teilweise aus einem Township, das wieder unter Quarantäne gestellt wurde. So mussten wir auch über zwei Monate auf Bagger und Transporter warten, welche den Sand im nahe gelegenen Dschungel-Fluss ausgehoben haben.

Mit grossem Einsatz und ganz viel Herzblut hat Frater Thomas, der Priester sowie Projektleiter in Madu, mit seinen engagierten und fleißigen Arbeiter das Schulhaus und die Schlafunterkünfte in Madu nun bereits fertig gestellt. Viele Hürden gab es zu überwinden. Die schlimmen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie sind wie ein unruhiger Traum gegenüber dem Alptraum der seit dem Putsch der Armee am 1. Februar Myanmar erfasst hat und selbst in die abgelegenen Bergtäler des Chin Staates reicht.

Die Jugendlichen des ganzen Madu Tals können jetzt Ihre schulische Ausbildung fortführen. Die staatlichen Schulen sind seit Monaten geschlossen und die Strukturen auf Provinz und Staatsebene sind zerfallen oder noch nicht klar besetzt. Das Schulhaus ist dank seiner Abgeschiedenheit eine Oase der Ruhe und Bildung.

Die Freude bei den Schülern, der Tal-Bevölkerung und bei Fr. Thomas ist riesig und alle sind sehr dankbar über das neue Schul- und Schlafhaus. Besonders auch dank den tollen Schulmöbel aus der Schweiz, welche von uns vermittelt wurden.

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Wir sind froh, dass wir trotz des Militärputsches unser Projekt nachhaltig zu Ende führen konnten. Unser Mittel sind gut eingesetzt, kommen sie doch der Zukunft von Myanmar, der Jugend, zu Gute.

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